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Dax auf dem niedrigsten Stand seit April

Dax auf dem niedrigsten Stand seit April

Jun 21, 2013

Am Donnerstag verlor der deutsche Leitindex über drei Prozent. Die Ankündigung, dass die amerikanische Notenbank im kommenden Jahr den Kauf von Staatsanleihen beenden könnte hat die Anleger pessimistisch gestimmt. Nachdem am Mittwoch von der amerikanischen Notenbank Fed entsprechende Aussagen bekannt wurden haben die Daten aus den USA bei den Anlegern die Ängste geschürt. Ist mit dem billigen Geld bald Schluss? Dass die ultralockere amerikanische Geldpolitik eventuell gedrosselt wird ist nur ein Grund der Sorgen bereitet. Der andere Grund sind die chinesischen Konjunkturdaten. Der Experte der Landesbank Hessen-Thüringen schrieb, dass die Zahlen dem Vorhaben der Notenbank Fed insgesamt nicht entgegenstehen dürften. Der Marktstratege von der Baader-Bank äußerte sich ähnlich. Seiner Meinung nach sind die aktuellen starken Industrie- und Baudaten für die Entzugsstory der Fed wie Wasser auf die Mühlen. Er betonte zudem, dass die Anleihekäufe von den Währungshütern erst zurückgefahren werden, wenn sich die Konjunkturerholung nachhaltig zeigt. Von Zinserhöhungen geht er nicht aus.

Autobauer-Aktien gefallen

Der Dax büßte ein und fand sich auf dem niedrigsten Stand seit Ende April, bei 7928,5 Punkten ein. Der M-Dax fiel um 2,4 Prozent auf 13.776 Punkte und der Tec-Dax büßte 2,6 Prozent auf 933,6 Punkte ein. Die als defensiv geltenden Aktien vom Medizinkonzern Fresenius sowie der Dialysetochter FMC waren im Dax die besten Werte, mit minus 1,1 und plus 0,6 Prozent. Nach einem positiven Analystenkommentar konnten sich auch die Siemens-Papiere mit minus 1,6 Prozent relativ gut halten. Die Aktien von den Autobauern BMW, Daimler und Volkswagen gehörten zu den schwächsten Werten im Dax. Sie sackten um 4 bis 5 Prozent ab.

Euro-Stoxx fiel um 3,6 Prozent

Auf einem der hintersten Plätze im M-Dax fanden sich die Celesio-Papiere ein nachdem sie 5,1 Prozent eingebüßt hatten. Am Vortag hatten abermalige Übernahmegerüchte noch für einen Kurssprung von mehr als 11 Prozent gesorgt. Mit einem Minus von einem Prozent sind die Aktien der SGL Group bislang noch unter den Favoriten der Anleger. Der Euro-Stoxx 50 ist als Leitindex der Eurozone um 3,6 Prozent auf 2586,4 Punkte gefallen. Bergab ging es zudem für die nationalen Indizes in London und Paris. Mit gut eineinhalb Prozent im Minus notierte der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende.

Euro auf 1,3202 Dollar gesunken

Die Umlaufrendite von börsennotierten Bundeswertpapieren ist am Rentenmarkt von 1,26 auf 1,35 Prozent gestiegen. Der Rentenindex Rex ist um 0,43 Prozent auf 133,31 Punkte gefallen. Um 0,19 Prozent auf 142,13 Punkte fiel der Bund Future. Den Euro hat es auch getroffen, er ist auf 1,3202 Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank hat den Referenzkurs zuvor auf 1,3200 Dollar festgesetzt. Damit hat der Dollar 0,7576 Euro gekostet.

Wall-Street ins Minus gedrückt

Die Wall-Street wurde von der Aussicht auf ein Ende der Konjunkturhilfen der Notenbanken am Donnerstag ebenfalls ins Minus gedrückt. Die Äußerungen vom Notenbankchef Ben Bernanke waren die Auslöser der Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten. Er kündigte am Mittwochabend an, dass die Fed ihren laxen geldpolitischen Kurs noch dieses Jahr verlassen und die monatlichen Anleihekäufe in Milliardenhöhe bis Mitte 2014 beenden könnte. Mit dieser ungewöhnlich deutlichen Ansage waren zahlreiche Investoren überrascht. Die Kursreaktionen sind in den Augen einiger Börsianer überzogen.

Bildquelle: ©RainerSturm / pixelio.de

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